Ein Leben, ein Umzugskarton

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Letzten Sonntag bin ich von Paris zurück nach Deutschland gezogen. Ich habe mir diese Umzugskartons gekauft und habe angefangen zu packen. Obwohl meine Wohnung dort schon möbliert war, war ich trotzdem schockiert wie mein ganzes Leben in ein paar Kartons passt.

Ich fing mit der Küche und dem Badezimmer an. Ich fuhr mit meinen Klamotten und Schuhen fort. Die Bilder nahm ich von den Wänden, der Teppich war schon im Auto. Jedes Foto, das ich abhing hat seine eigene kleine Geschichte und jedes Souvenir steht für ein kleines Abenteuer, aber man kann alles einfach in einen Karton packen.

Und dann? Was bleibt übrig? Wer bin ich ohne das alles? Ist es einfach nur ein Kapitel gewesen, das nun vorbei ist und wenn ich weg bin, bleibt hier nichts mehr von mir übrig? Als ob ich nie hier gewesen wäre. Das Leben geht weiter.

Ich trug alle Kisten ins Auto und ging zurück in meine Wohnung. Also das, was noch davon übrig war. Leer. Ohne den kleinsten Hinweis, dass ich dort so lange gewohnt hatte. Es fühlte sich nicht mehr an wie Zuhause.

Fühlte es sich vorher also nur wie mein Zuhause an, weil meine persönlichen Sachen dort drin standen? Das würde bedeuten, ich wäre überall Zuhause, solange nur meine Sachen dort rumstehen! Und es würde bedeuten, dass all die vertrauten Orte nur welche waren, die ich mit meinen Dingen dekoriert habe.

Kleines Mädchen mit ihrem Zuhause eingepackt in ein paar Umzugskartons.

Was meint ihr? Was macht ein Zuhause zu einem Zuhause?

 

coco

 

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